Foto: Hamburger-Ansichten 2010
ISPRAT-Publikationen

ISPRAT hat seit der Gründung im Jahr 2007 ein breites Spektrum an Themen bearbeitet. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschungsprojekte und der interdisziplinären Arbeitsgruppen sind in zahlreiche Veröffentlichungen eingeflossen.

ISPRAT Whitepaper - Vom Open Government zur Digitalen Agora

Open Government hat das Ziel, Politik und Verwaltung gegenüber Bürgern und Wirtschaft durch das verstärkte Angebot von Kooperation, Transparenz und Partizipation zu öffnen. Dieser Anspruch wird zurzeit schrittweise eingelöst: Eine wachsende Zahl von Beteiligungsmöglichkeiten auf allen Verwaltungsebenen sowie die Berücksichtigung von Open Government im Regierungsprogramm „Vernetzte und transparente Verwaltung“ und in der nationalen E-Government-Strategie zeigen, dass Deutschland bei diesem Thema auf einem guten Weg ist. Open Government wird jedoch nur dann seinen wahren Nutzen entfalten, wenn es – deutlich über netzpolitische Themen hinaus – im Zusammenspiel von Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auch im Sinne eines Innovationstreibers umgesetzt wird. Open Government wird so zu einem Wegbereiter für die Digitale Agora, eine zeitgemäße Ausführung der Markt- und Versammlungsplätze in den Städten des antiken Griechenlands, die gleichzeitig Ort von Politik, Handel und sozialer Interaktion waren. 

In diesem Whitepaper wird zunächst der Weg von den Preußischen Reformen zu einer modernen, IT-gestützten Verwaltung skizziert und anschließend das Entstehen der Digitalen Agora mit Beispielen belegt. Die Autoren zeigen, dass Institutionen – auch diejenigen der öffentlichen Verwaltung – in Zukunft von den neuen Interaktionsformen des Internets, z.B. sozialen Netzwerken, maßgeblich beeinflusst werden. Anhand der Beispiele „Open Data“ und „Soziale Netzwerke in der Verwaltung“ werden die Themen Transparenz und Kooperation aus organisatorisch-technischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Sicht vertieft. 

Der richtige Zeitpunkt, um im Sinne eines Open Government zu handeln – davon sind die Autoren überzeugt – ist genau jetzt.

Dr. Dirk Graudenz, Barbara Krug 
ISPRAT e.V.

Christian Hoffmann, Dr. Sönke E. Schulz, Thomas Warnecke 
Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Jens Klessmann 
Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS

Matthias Kammer, Marie-Therese Huppertz, Horst Westerfeld (Hrsg.)


ISPRAT Whitepaper - IT-Kooperationen

Das Whitepaper entstand begleitend zur Tätigkeit der ISPRAT-Arbeitsgruppe „IT-Kooperationen“, in der unter der Federführung von Dr. Lothar Mackert seit Anfang 2009 interdisziplinär und unter Beteiligung von Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft verschiedene Aspekte dieses Themas diskutiert worden sind. Es ist geplant das Dokument mit dem Fortschreiten der Diskussionen in der Arbeitsgruppe durch einen zweiten Teil zu ergänzen, in dem Lösungsoptionen für IT-Kooperationen betrachtet und Erfolgsfaktoren detailliert analysiert werden sollen.

Dr. Dirk Graudenz, Gerd Schramm
Matthias Kammer, Marie-Therese Huppertz, Horst Westerfeld (Hrsg.)


Auf dem Weg zu einer einheitlichen Behördenrufnummer

"Hierfür sind wir nicht zuständig" – das sollen Anrufer bei Fragen rund um Verwaltungsangelegenheiten nicht mehr zu hören bekommen. In Zukunft können sie die Rufnummer 115 wählen und sich dort zentral in allen Angelegenheiten der öffentlichen Verwaltung beraten lassen – vorbei die Zeit der ewigen Suche nach Ansprechpartnern im Behördendschungel! Diese Rufnummer gilt als Chance für alle Ebenen der öffentlichen Verwaltung, ein zeitgemäßes Dienstleistungsangebot mit hohen Qualitätsansprüchen zu etablieren. Gleichzeitig soll sie der Verwaltung zu einem positiven Image verhelfen. Um das Konzept der behördenübergreifenden Servicerufnummer erfolgreich umzusetzen, müssen unterschiedlichste Herausforderungen bewältigt werden. Derzeit bilden Erfahrungen aus bereits etablierten Servicecentern eine wesentliche Grundlage für den Aufbau der deutschlandweiten Behördenrufnummer. So gilt das Prinzip, auf existierendem Know-how aufzubauen. Gerade deshalb ist es auch wichtig zu verstehen, wie die Kunden der Verwaltung (insbesondere Bürger und Unternehmen) die Servicecenter beurteilen und was sie sich weiterhin an Leistungen wünschen. Die vorliegende Studie leistet einen Beitrag dazu, einerseits Informationen über bestehende Servicecenter zu sammeln und zu verdichten. Andererseits erhalten diese Servicecenter auf Basis der hier dargestellten Empirie ein direktes Feedback, wie Bürger und Unternehmen diese neuartige Dienstleistung beurteilen und was sie von ihr erwarten. Das Buch basiert auf einer empirischen Studie, die vom Institut für Management und Controlling (IMC) der WHU – Otto Beisheim School of Management als einer der wissenschaftlichen Projektpartner im Rahmen des ISPRAT-Projekts durchgeführt wurde.

Tina Goldau, Prof. Dr. Matthias Meyer, Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Weber
Matthias Kammer, Marie-Therese Huppertz, Horst Westerfeld (Hrsg.)

ISBN 978-3-8382-0065-1


Best Practices für die Doppik-Einführung in Bundesländern

Die Debatte, ob Doppik (Doppelte Buchführung in Konten) für Bundesländer sinnvoll ist oder nicht, wird seit über zehn Jahren kontrovers geführt. Obwohl sich noch kein Konsens für oder gegen die Doppik abzeichnet, haben einige Bundesländer den Entschluss gefasst, ihr Finanzwesen zukünftig basierend auf der Doppik als führendem System zu organisieren. Die vorliegende Untersuchung soll Bundesländern, die auf die Doppik umstellen möchten, dabei helfen, von der Erfahrung derjenigen Bundesländer zu profitieren, die die Reform bereits weiter vorangetrieben haben. Zu diesem Zweck wurden in zwei Doppik-erfahrenen Bundesländern, Hamburg und Hessen, über 40 Gespräche geführt. Dabei äußerte sich ein breites Spektrum von Praktikern zu den wichtigsten Aspekten der Transformation. Basierend auf wissenschaftlichen Methoden leiten wir 13 Best-Practice-Thesen ab, die bei der Doppik-Einführung weiterer Bundesländer beachtet werden sollten. Entsprechend der vielschichtigen Vorschläge unserer Gesprächspartner organisieren wir die Thesen in den vier Kategorien Bewusstsein, Projektsetup und -konzeption, Ausgestaltung der Instrumente sowie Kommunikation und Veränderungsmanagement.

Herausgeber:
Matthias Kammer (Dataport, Vorstandsvorsitzender von ISPRAT), Marie-Therese Huppertz (SAP, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende von ISPRAT), Staatssekretär Horst Westerfeld (CIO des Bundeslandes Hessen, Geschäftsführer von ISPRAT)

Autoren:
Tobias Jagalla (WHU – Otto Beisheim School of Management, Institut für Management und Controlling)
Prof. Dr. Dr. h. c. Jürgen Weber (WHU – Otto Beisheim School of Management, Institut für Management und Controlli


ELEKTRONISCHES IDENTITÄTSMANAGEMENT -
Mehr Einfachheit, Datenhoheit und Datensicherheit in unserer virtualisierten Welt

Immer häufiger wird von Bürgern und Verbrauchern der Nachweis ihrer Identität in elektronischen Prozessen benötigt, etwa bei den Einkäufen im Internet oder beim Onlinebanking. Im "realen Leben" geschieht der Identitätsabgleich über lang etablierte persönliche Identitätskarten (Personalausweis, Reisepass, Führerschein ...) oder auch einfach durch Leisten einer i.d.R. nicht immer nachgeprüften Unterschrift.

Das Identitätsmanagement im virtuellen Raum steht dagegen noch ganz am Anfang. Dabei ist es angesichts immer wieder aufgedeckter Fälle von Datenmissbrauch – häufig trotz der Nutzung von Sicherungssystemen mit PINs und/oder Passwörtern – eine drängende Notwendigkeit, Transparenz über Identität von Privatpersonen, aber auch von Dienstleistern aus Privatwirtschaft und Verwaltung zu schaffen und dafür eine geeignete Infrastruktur zur Verfügung zu stellen. Transparenz bedeutet dabei nicht notwendig vollständige Transparenz, sondern die Identifikation in dem Ausmaß, das für die betreffenden Anwendungen erforderlich ist.

Herausgeber:
Matthias Kammer (Dataport, Vorstandsvorsitzender von ISPRAT), Marie-Therese Huppertz (SAP, Stellvertretende Vorstandsvorsitzende von ISPRAT), Staatssekretär Horst Westerfeld (CIO des Bundeslandes Hessen , Geschäftsführer von ISPRAT)

Autoren:
Dr. Dirk Graudenz (McKinsey & Company) mit Beiträgen von Jens Fromm (Fraunhofer FOKUS), Michael Grözinger (Microsoft Deutschland GmbH), Willi Kaczorowski (Cisco), Dr. Anika D. Luch, Dr. Sönke E. Schulz (Lorenz-von-Stein-Institut für Verwaltungswissenschaften an der CAU Kiel), Andreas Pohler (IBM Deutschland), Dr. Angelika Steinacker (CSC) und Thomas Walloschke (Fujitsu Siemens)


Strategie 115 - Studie zur Einführung einer behördenübergreifenden Servicerufnummer 115 in Deutschland

Die Idee des Bürgertelefons 115 ist bestechend einfach: Bürger und Unternehmen erhalten über eine einzige, leicht merkbare Rufnummer direkten Zugang zu allen öffentlichen Diensten – unabhängig von Verwaltungsebenen und -zuständigkeiten. Die Umsetzung in den föderalen Strukturen Deutschlands ist jedoch alles andere als einfach - aber machbar. Die ISPRAT Studie „Strategie 115“ zeigt dazu einen erfolgversprechenden Lösungsweg auf. Auf der Basis empirischer Studien zum aktuellen Stand der Service-Orientierung der bestehenden Service-Center der öffentlichen Verwaltung und einer repräsentativen Bürgerbefragung werden die strategischen, organisatorischen, technischen und finanziellen Grundlagen zur Einführung der Rufnummer 115 untersucht. Mit dem „Multizentrischen Modell“ wird ein strategisches Umsetzungsszenario entwickelt, das die Einführung der behördenübergreifenden Service-Rufnummer 115 kurzfristig erfolgreich gewährleisten kann und gleichzeitig dazu geeignet ist, die erwarteten qualitativen und wirtschaftlichen Zielsetzungen mittel- und langfristig zu erreichen. Die vorliegende ISPRAT-Studie versteht sich als Grundlage zur Unterstützung von Entscheidern in Bund, Ländern und Kommunen, die mit Konzepten und Einführungsprojekten zum Bürgertelefon 115 befasst sind bzw. dies sein werden. Gleichzeitig ist die Studie als Beitrag zur fachlich wissenschaftlichen Diskussion gedacht. Das Projekt „Strategie 115“ wurde dem ISPRAT Selbstverständnis entsprechend von einem interdisziplinären Wissenschaftlerteam durchgeführt. Die ISPRAT-Studie ist das Ergebnis einer unabhängigen Initiative und wurde ohne öffentliche Mittel erstellt.

Christian Bertmann, Christof Born, Tina Goldau, Anika D. Luch, Gamal Moukabary, Johannes Peters, Alexander Schellong, Sönke E. Schulz, Jörg Siebert, Jan-Henrik Ziesing Harald Lemke, Horst Westerfeld (Hrsg.)

164 Seiten, mit zahlr. farb. Abb. Hardcover, 17x24. 2008

ISBN 978-3-89821-865-8